Seiko

Die japanische Uhrenmanufaktur Seiko gehört zu den erfolgreichsten Uhrenproduzenten weltweit. Seiko ist das japanische Wort für Präzision und bezeichnet damit eine der Haupteigenschaften dieser hochwertigen Armbanduhren. Eine weitere Eigenschaft ist die breit gefächerte Auswahl an unterschiedlichen Antriebsarten. Seiko hat sich schon früh für die Herstellung alternativer Technologien interessiert und bietet seinen Kunden heute innovative, von der Batterie unabhängige, Uhren mit umfangreichem Zubehör.

Nenalina Kategorien
 

Seiko – visionärer Vorreiter mit Liebe zur Technik

Am Anfang der Seiko Holding Corporation steht eine kleine Reparaturwerkstatt im Herzen Tokios. Ihr Inhaber Kintaro Hattori gründet 1892 die Firma „Seikosha Co.“ und beginnt mit der Herstellung von Wanduhren. Später kommen Taschenuhren und Wecker hinzu. 1913 feiert die Seikosha Armbanduhr „Laurel“ ihr Debüt und wird schnell zum Verkaufsschlager. 1924 wird der Name „Seiko“ das erste Mal als Marke auf den Uhren erwähnt und gilt seither als offizielles Label des Unternehmens. Seiko hat sich bei seinen Produkten die Präzision zum Ziel gesetzt und sucht stets nach neuen Möglichkeiten, seine Uhren weiter zu verbessern. Mit Forschergeist und Ideenreichtum gelingen dem Unternehmen einige bedeutende technische Errungenschaften. Dazu gehört die weltweit erste automatische Armbanduhr von 1955 sowie die erste Quarz-Armbanduhr aus dem Jahre 1969. Auch der Beginn des digitalen Zeitalters inspiriert Seiko zu einzigartigen technischen Errungenschaften wie der ersten LCD-Digitaluhr und Uhren mit eingebautem TV-Gerät oder Computer. Heute bietet das Unternehmen sowohl mechanische Luxusuhren als auch sportliche Präzisionsuhren an. Dazu kommen elegante Armbanduhren sowie die preiswerteren Produkte der modisch orientierten Zweitmarken Lorus und Pulsar.

Von der Mechanik zum modernen Spring Drive Antrieb

Kernstück der Forschung ist und bleibt jedoch das Uhrwerk und die Antriebstechnik. Dazu nutzt Seiko für seine Armbanduhren sowohl die Kraft der Sonne als auch die Bewegungsenergie am Arm des Trägers. Ziel ist es, eine Uhr zu schaffen, die unabhängig von Batterien funktioniert. 1998 gelingt mit der Seiko Thermic ein weiterer Durchbruch. Diese Uhr wandelt als erste ihrer Art die Körperwärme ihres Trägers in Energie um. 2005 präsentiert Seiko mit der äußerst ganggenauen Spring Drive Kollektion schließlich die gelungene Verbindung eines mechanischen und elektronischen Antriebes. Seiko Uhren überzeugen durch ausgefeilte Technologie und fortschrittliche Antriebstechnik. Zusammen mit ihrer detailreichen Optik und den langlebigen Materialien entstehen so einzigartige Zeitmesser mit einem ganz besonderen Charme.

Über Seiko


Ein kleines technisches Wunderwerk

Wenn James Bond, der Agent ihrer Majestät, auf seine Uhr schaut, dann will er oft nicht nur wissen was die Stunde geschlagen. Vielmehr trägt er um sein Handgelenk ein technisches Wunderwerk, das mit vielen Zusatzfunktionen ausgestattet ist. Von 1977 bis 1983 war Seiko der offizielle Ausstatter der James-Bond-Filme. Wenngleich die oft exotischen Agentenuhrfunktionen nicht den realen Seiko-Ausstattungen entsprechen, so ist dennoch der Firmennamen ein Synonym für technische Revolutionen in der Uhrenentwicklung.

Von den Tisch-und Taschenuhren zur Seiko Astron

Ganz unscheinbar gründete Kintaro Hattai die heutige Weltfirma als kleinen Betrieb für die Reparatur von Tisch-und Taschenuhren 1877 in einem Vorort von Tokio. Schnell kaufte er weitere Produktionsstätten und kleinere Firmen hinzu. Neben dem Verkauf gebrauchten, reparierten Uhren entwickelte sich die Herstellung von Wanduhren, Weckern und Taschenuhren. 1913 kam die erste Armbanduhr auf den Markt, der Produktion und technische Revolutionierung zum Markenzeichen von Seiko wurde. So 1955 die weltweit erste automatische Armbanduhr. Das Unternehmen spezialisierte sich zunächst auf die Herstellung von hochwertigen, präzisen Zeitmessern, die als Observatorium-Chronometer bezeichnet wurden. Bei mehreren Chronometer-Wettbewerben, die in der Schweiz veranstaltet worden sind, belegte Seiko die vorderen Plätze. Die Firma brachte 1969 die erst Quarzarmbanduhr, namens Astron, in limitierter Auflage auf den Weltmarkt. Das Besondere an diesem Modell: die hohe Frequenz, die zur Anwendung kam, garantierte eine Zeitgenauigkeit von fünf Sekunden pro Tag. Der Nachteil von Astron lag in seinem Preis, der sich im Bereich eines Mittelklassewagens bewegte.

Vier Jahre Gangreserve

Ab 1972 widmete sich Seiko der Großproduktion von Quarzuhren. Das Ziel der Ingenieure war es dabei die mechanische Wirksamkeit von mechanischen und automatischen Uhren mit der Genauigkeit von Quarzuhren zu kombinieren. So wurde das Kinetic System entwickelt, das über einen eingebauten Generator verfügt, der durch die mechanische Bewegung des Armes mit Strom versorgt wird. Als nächster Schritt kam das Auto Relay System als weitere technische Innovation hinzu. Dieses bewirkt, dass eine Armbanduhr, wenn sie nicht getragen wird, also auch nicht bewegt wird, stehen bleibt und somit Strom spart. Erst bei einer Bewegung springt sie automatisch auf die aktuelle Zeit und Datum um. So konnte die Gangreserve von sechs Monaten auf vier Jahre erweitert werden.

GPS Solar und 39 Zeitzonen

Die neueste von Seiko entwickelte Technologie ist das Spring Drive System. Dabei wird der schwächste Teil eines traditionellen mechanischen Uhrwerks, die Hemmung, durch eine Quarztechnologie ersetzt. Dadurch ist ein Batterieaustausch überflüssig geworden. Zu den Modell-Highlights der Seiko Kollektion zählen unter anderem: 1973 die erste LCD-Quarzuhr, mit sechsstelliger Digitalanzeige; 1978 die erste Taucheruhr mit Quarzwerk; 1984 „Data 2000“ die erste Armbanduhr mit Computerfunktionen, wie Memo- und Speicherfunktion; 1988 Kaliber 7M22, mit automatischer Energieversorgung; 1999 die erste Spring Drive Uhr; 2012 „Astron GPS Solar“ kann in 39 Zeitzonen der Welt ein Funksignal empfangen und anzeigen.

Eigene Materialien

Neben all diesen technischen Innovationen widmet sich Seiko aber auch der Materialentwicklung. So sind bei allen mechanischen Uhren die Uhren Felder aus Spron 510 gefertigt, eine selbstproduzierte Metalllegierung, die antimagnetisch und extrem belastbar ist. Seit 1977 entwickelt Seiko mit „Pulsar“ und „Lorus“ preiswerte und modische Zweitmarken. Die Unternehmensgeschichte von Seiko ist ein Paradebeispiel dafür wie die innovative Ingenieurswissenschaft Probleme mit immer neuen Entwicklungen lösen kann. Dabei entstehen immer weiter ausgereifte Technologien, die nicht nur die Zeit immer präziser messen, sondern auch Zusatzfunktionen entstehen, die neue Anwendung ermöglichen.